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Stefan
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Verfasst: Mi 15. Apr 2009, 23:27 |
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Registriert: Mi 4. Feb 2009, 23:08 Beiträge: 3430 Wohnort: Schlierbach
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hi ihrsens
man spricht ja, auch in den Medien, immer gerne von Extremisten, egal ob Links, rechts, Religiöse, und Radikalen...
was macht aber Extremismus zu Extremismus?
ist es Legitim eine Extreme Meinung zu vertreten? wenn Ja, warum, wenn nein, warum nicht?
mit welchen Mitteln darf man Extreme Meinungen vertreten?
lG
Stefan
EMO Strikes Back in 2010
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mrs.twin*
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Verfasst: Do 16. Apr 2009, 16:21 |
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Registriert: Do 5. Feb 2009, 14:37 Beiträge: 325
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naja eigene meinung ok . aber wenn man versucht anderen mit gewalt die eigene meinung beizubringen zB. is doch derbe übertrieben...
__________
chilln, grilln, kastn killn.
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Lilim
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Verfasst: Di 5. Mai 2009, 18:13 |
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Registriert: Fr 6. Feb 2009, 14:11 Beiträge: 195 Wohnort: Schweiz
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ich finds doof, wenn mich jemand versucht von etwas zu überzeuge, das ich nicht mag..und im allgemeinen, man hat doch eh einen extrem eingeschränkten blickwinkel, wenn man nur seine meinung gelten lässt und jedem verbietet, etwas anderes zu denken
°miau°
selbferschtäntli xD
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Frank
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Verfasst: Do 7. Mai 2009, 14:11 |
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Registriert: Mi 6. Mai 2009, 20:32 Beiträge: 6
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Aus meiner Sicht sollte es legitim sein, absolut jede Meinung zu vertreten. Die Grenze sehe ich ab dem Punkt, da Worte zu Taten werden. Soll heißen: Ich darf öffentlich aussprechen, dass ich z.B. einen Menschen wie die Pest hasse. Greife ich ihn aber tätlich an oder schade ich ihm nachweislich ernsthaft(!) psychisch, dann ist das ein Verbrechen.
Das oft angeführte Argument, wer Hassideologien nicht unterdrücke, würde ihnen damit bei der Verbreitung helfen, ist in meinen Augen nicht treffend. Dass etwa jemand nach draußen geht und jemanden abmurkst, weil ein Mensch in einer Talkshow gesagt hat, das wäre besser so, ist, falls es wirklich vorkommt, nicht dem Menschen im Fernsehen anzulasten, sondern dem Täter, dessen Psyche offensichtlich nicht ganz in Ordnung ist. Zu einer Beeinflussung kann es jedoch kommen, wenn die Botschaft als Common Sense übermittelt, also gezielt von den Medien lanciert wird. Bestes Beispiel ist die Anti-Ausländer-Hetze der Bild nach der U-Bahn-Geschichte oder die Angewohnheit der Privatsender, Arbeitslose pauschal als faules und verkommenes Pack darzustellen. Also: Jede Ideologie darf vertreten werden, aber die Medien haben weitgehend neutral zu sein. Da wäre sogar eine Kontrollinstanz denkbar, die eingreift, wenn es zu konzentrierten Volksverhetzungen kommt.
Und generell: Extremisten sind Extremisten und stehen für Totalitarismus. Eine Demokratie, die sich ihren Bürgern selbst so miserabel verkauft, dass diese lieber in einer Despotie leben wollen, ist sehr, sehr krank. Auf einem auch nur halbwegs passablen Bauernhof wird kaum ein Vieh sich für die eigene Schlachtung einsetzen.
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Stefan
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Verfasst: Do 7. Mai 2009, 19:32 |
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| Administrator |
Registriert: Mi 4. Feb 2009, 23:08 Beiträge: 3430 Wohnort: Schlierbach
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Zitat: Und generell: Extremisten sind Extremisten und stehen für Totalitarismus. hm... ist das wirklich zutreffend? wenn nun jemand z.b. Linksextremistisch ist, und dabei Anarchistische, Anarchosyndikalische, Räthedemokratische oder Radikaldemokratische Werte vertritt, dann sind das ja Werte die einem Totalitarismus absolut wiedersprechen lG Stefan
EMO Strikes Back in 2010
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Frank
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Verfasst: Do 7. Mai 2009, 19:47 |
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Registriert: Mi 6. Mai 2009, 20:32 Beiträge: 6
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Stefan hat geschrieben: Zitat: Und generell: Extremisten sind Extremisten und stehen für Totalitarismus. hm... ist das wirklich zutreffend? wenn nun jemand z.b. Linksextremistisch ist, und dabei Anarchistische, Anarchosyndikalische, Räthedemokratische oder Radikaldemokratische Werte vertritt, dann sind das ja Werte die einem Totalitarismus absolut wiedersprechen lG Stefan Möglicherweise definieren wir nur "Totalitarismus" unterschiedlich. Muss gestehen, dass ich die amtliche Definition nicht im Sinn habe. Extremistisch sein heißt aber aus meiner Sicht, grundsätzlich und mit allen Mitteln nichts zuzulassen, was der eigenen Überzeugung widerspricht - das verstehe ich als eine totalitäre Eigenschaft. Ein extremistischer Demokrat ist m.E. ein Paradoxon, weil er nur Demokraten eines ganz bestimmten (seines) Schlages dulden könnte und den Rest wenigstens unterdrücken müsste, von Nichtdemokraten ganz zu schweigen. Noch absurder: Wenn sich das Volk mehrheitlich gegen die radikale Demokratie entschiede und bspw. wieder eine parlamentarische forderte, wenn es also radikaldemokratisch seinen Willen durchsetzen wollte, müsste und würde der extremistische Demokrat etwas dagegen unternehmen, denn sonst wäre er kein Extremist. Unternimmt er aber etwas, ist er kein Demokrat. lg Frank
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Stefan
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Verfasst: Do 7. Mai 2009, 20:09 |
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| Administrator |
Registriert: Mi 4. Feb 2009, 23:08 Beiträge: 3430 Wohnort: Schlierbach
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Zitat: Ein extremistischer Demokrat ist m.E. ein Paradoxon da muss ich dir wiedersprechen, auch aus historischen Gründen... ein extremistischer Demokrat ist vieleicht einer der undemokratische Strukturen bekämpft, eventuell auch mit Waffengewalt, aber in einer Demokratie jegliche Meinung zulässt... ick mein, wir haben es Extremisten zu verdanken, dass wir in Europa mehrheitlich Demokratische Rechtsstaaten haben... die Monarchien und Aristokratien haben ja nicht freiwillig Platz gemacht. Da wird dann übrigens der Begriff "Extremismus" auch wieder sehr relativ... ick mein, politische Richtungen, die heute zur Mitte gehören und etabliert sind, waren mal extremistische Sichtweisen (z.b. die Sozialdemokratie oder der Liberalismus) und die haben sich mit Waffengewalt von den Monarchien und Aristokratien gelöst (Französische Revolution, Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, die Revolution in Deutschland 1918, die Eidgenossen 1291 usw.  ) Zitat: Noch absurder: Wenn sich das Volk mehrheitlich gegen die radikale Demokratie entschiede und bspw. wieder eine parlamentarische forderte, wenn es also radikaldemokratisch seinen Willen durchsetzen wollte, müsste und würde der extremistische Demokrat etwas dagegen unternehmen, denn sonst wäre er kein Extremist. Unternimmt er aber etwas, ist er kein Demokrat. etwas "extremer" gefragt: wenn also ein Demokrat dagegen ist, dass die Mehrheit des Volkes eine Diktatur wünscht, ist er kein Demokrat? lG Stefan
EMO Strikes Back in 2010
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Frank
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Verfasst: Fr 8. Mai 2009, 02:18 |
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Registriert: Mi 6. Mai 2009, 20:32 Beiträge: 6
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Stefan hat geschrieben: da muss ich dir wiedersprechen, auch aus historischen Gründen... ein extremistischer Demokrat ist vieleicht einer der undemokratische Strukturen bekämpft, eventuell auch mit Waffengewalt, aber in einer Demokratie jegliche Meinung zulässt... ick mein, wir haben es Extremisten zu verdanken, dass wir in Europa mehrheitlich Demokratische Rechtsstaaten haben... die Monarchien und Aristokratien haben ja nicht freiwillig Platz gemacht. Da wird dann übrigens der Begriff "Extremismus" auch wieder sehr relativ... ick mein, politische Richtungen, die heute zur Mitte gehören und etabliert sind, waren mal extremistische Sichtweisen (z.b. die Sozialdemokratie oder der Liberalismus) und die haben sich mit Waffengewalt von den Monarchien und Aristokratien gelöst (Französische Revolution, Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg, die Revolution in Deutschland 1918, die Eidgenossen 1291 usw.  ) Gut, wenn man "Demokratie" als "Demokratie in allen Spielarten" definiert und nicht auf eine bestimmte Vorstellung von "Demokratie" beschränkt, stimme ich überein. Dann haben wir die "wehrhafte Demokratie", im Konzept als Demokratie problematisch, aber als bisher beste aller Staatsformen akzeptabel. Was wiederum die Verwendung des Wortes "extremistisch" hier angeht... hm. Die von dir angesprochenen Beispiele richteten sich z.T. gewaltsam und immer entschieden gegen bestehende Unrechtssysteme, aus deren Sicht sie sicherlich Extremisten (heute: Terroristen) waren. Erste Einschränkung: Sie waren nur insofern extremistisch, als sie ganz bestimmte und offensichtlich ungerechte Systeme bzw. deren Vertreter attackierten, nicht aber harmlose Andersdenkende - nehme ich an, weiß es aber nicht. Trifft das zu, würde ich sie nicht als "extremistisch" bezeichnen. Andernfalls greift die zweite Einschränkung: Oftmals erwiesen sich die Umstürzler, zumal wenn sie extremistisch waren, tatsächlich als ähnliche (frz. Revolution) oder noch üblere (NS-Deutschland) Ungeheuer als ihre Vorgänger, ebneten aber trotzdem dem Wandel zum Besseren den Weg. Die frz. Revolution stürzte den Adel, jedoch folgte ihr eine despotische und blutige Zeit. Hitler - als Extrembeispiel - hatte keinerlei gute Absichten, zerstörte aber das Bestehende (ich spreche NICHT vom Holocaust, sondern vom Krieg und dem Schlussstrich unter Kaiserreich und Weimar) dermaßen gründlich, dass sich nachher eine Demokratie entwickeln konnte, wie sie zu Weimarer Zeiten nicht denkbar gewesen wäre. Zitat: etwas "extremer" gefragt: wenn also ein Demokrat dagegen ist, dass die Mehrheit des Volkes eine Diktatur wünscht, ist er kein Demokrat? Theoretisch: ja. Wenn du postulierst, dass die Mehrheit zu entscheiden habe, sich die Mehrheit aber gegen ihre Freiheit entscheidet, musst du das im Grunde hinnehmen, wenn du für dich demokratisch bleiben willst. Wobei er immer noch dagegen SEIN darf, nur nicht gewaltsam dagegen VORGEHEN. Aber hier greift wieder, was ich vorhin sagte: Es muss viel passieren, bis das Vieh freiwillig zum Schlachter geht. Eine gesunde Demokratie erweckt gar nicht erst das Bedürfnis nach ihrer Abschaffung. Daher: demokratischer werden, um die Demokratie zu schützen! lg Frank
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Mr_Skinhead
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Verfasst: Sa 7. Nov 2009, 14:02 |
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Registriert: So 8. Mär 2009, 23:11 Beiträge: 41
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Extremismus nervt!
Aber es gibt Menschen, deren einziger Lebensinhalt daraus besteht.
Was soll man machen?
Ich bin auch extrem in gewissen Hinsichten,das sind wir alle, was bringt's noch lange drumrum zu reden...
Tschss
Oi! to the punks, and Oi! to the skins and Oi! to the world and everybody wins!
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